GESCHICHTE
Seit der Schaffung des Weltpostvereins (der damals ,,Union Générale des Postes“ hieß) im Mai 1878 in Paris beschäftigte man sich mit dem Problem, im Rahmen der internationalen Postbeziehungen eine Antwort vorauszubezahlen. Die ideale Lösung schien zu jeder Zeit eine « Universalbriefmarke » zu bilden, aber die Schwankungen der Wechselkurse und das sich daraus mitunter ergebende Risiko der Spekulation bildeten stets wesentliche Gründe für ihre Ablehnung. Gleichwohl ist diese Möglichkeit auf dem Weltpostkongreß in Peking 2001 erneut erwogen worden (siehe weitere Informationen unter "Neues" im Kapitel "Allgemeines")
Schon beim Kongreß in Paris 1878 kamen 13 Verwaltungen (Argentinien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Spanien und Tunesien) überein, Postkarten mit bezahlter Antwort zuzulassen.
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Frankreich
(Ganzsache): Antwortpostkarte zum Seeposttarif von 15c + 15c, sage schwarz auf grün (konnte damals tarifgerecht nur im Verkehr mit Argentinien verwendet werden) |
Dieses System, das ab dem 1. Juli 1879 in Kraft trat, erhielt nach und nach allgemeine Gültigkeit und existierte (mit Ganzsachen und später, unter gewissen Bedingungen, auch mit Briefmarken) bis zum 1. Juli 1971, dem Stichtag der Anwendung der Beschlüsse des Weltpostkongresses von Tokio 1969.
| ENTSTEHUNG |
Hierdurch wurde aber nur das
Problem der ohne Umschlag beförderten Poststücke gelöst. Daher schuf man 28
Jahre später, auf dem Weltpostkongreß von Rom 1906, den internationalen
Antwortschein.
Am
Ursprung dieser Neuerung steht ein Vorschlag Großbritanniens
(ou, plus précisément, des "colonies
britanniques d'Australasie"), wenngleich mehrere
Länder eine Reihe verschiedener (nicht realisierter) Vorschläge auf diesem
Kongreß gemacht hatten
In diesem
Zusammenhang.steht auch der bemerkenwerte (!!!) Artikel, der in Heft 169,
datiert Juli 2001, der ,,Documents Philatéliques“, der Zeitschrift der « Académie
de Philatélie », erschienen ist.
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| Nicht
realisierter Entwurf eines Kartenbriefes mit Antwortumschlag mit
vorausbezahltem Porto, vorgeschlagen von Frankreich auf dem Weltpostkongreß 1906 (Diese Probedrucke tragen immer zweimal das Wort SPECIMEN). |
Stichtag für den Verkaufsbeginn war der 1. Oktober 1907.
Von einer Reihe von Ländern sind Antwortscheine mit Abstempelung vom Ersttag
bekannt (z. B. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Schweiz).
| © André Hurtré, Frankreich. 1996-2010. | Akt. 28/05/2010 |
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Diese Seite gehört zur ,,Seite der Antwortscheine“. |
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